Kinderhospizversorgung: SPÖ-Abgeordnete fordern rasche Einigung über Finanzierung

Spindelberger, Jarolim, Königsberger-Ludwig, Kucharowits: "Politisches Commitment über Vollausbau für Erwachsene"

Wien (OTS/SK) - Über die Notwendigkeit, die Palliativ- und Hospizversorgung in Österreich auszubauen, herrscht politischer Konsens. SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger, Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderung Ulrike Königsberger-Ludwig, Justizsprecher Hannes Jarolim und Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits fordern nun, dass die öffentliche Finanzierung solcher Einrichtungen für Kinder rasch auf die Beine gestellt werden soll. "Dabei geht es um einen gesamten Mehrbedarf von insgesamt rund 18 Mio. Euro bis 2020. Bund, Länder und Sozialversicherung sollten sich unverzüglich einigen und diesen Betrag aufbringen", so Erwin Spindelberger am Mittwoch. ****

Während es für Erwachsene schon ein recht breites Angebot in der Palliativ- und Hospizversorgung gibt, sind entsprechende Strukturen, vor allem für die ambulante Betreuung, für todkranke Kinder erst im Aufbau. Die meisten spezialisierten Hilfseinrichtungen leben von Spenden. "Es muss deshalb alles getan werden, damit die jährlich rund 600 bis 2.000 betroffenen Kinder und ihre Familien in diesen emotionalen Ausnahmesituationen jede psychologische und medizinische Unterstützung erfahren. Ein wohlhabendes Land wie Österreich muss es sich leisten können und wollen, ein paar Millionen Euro für diese dringend notwendigen Angebote aufzubringen und diese von Seiten der Öffentlichkeit zu finanzieren", so der SPÖ-Gesundheitssprecher. Spindelberger verweist dazu auch auf das Thema Kinder-Reha - auch hier war es möglich, sich rasch auf eine Finanzierung zu einigen.

Aber auch beim Vollausbau von Hospiz- und Palliativeinrichtungen für Erwachsene wünschen sich die SPÖ-ParlamentarierInnen - sie sind Mitglieder der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" - ein rasches "politisches Commitment" von Bund, Bundesländern und Sozialversicherung über die Finanzierung. Um die Palliativ- und Hospizversorgung in Österreich flächendeckend auszubauen, sei bis zum Jahr 2020 insgesamt (Kinder und Erwachsene) ein geschätzter Mehrbedarf von 60 bis 70 Mio. Euro notwendig. Schon in den nächsten Budgets sollte für die Finanzierung vorgesorgt sein, fordern die SPÖ-Abgeordneten. (Schluss) bj/ah/mp

OTS0067, 26. Nov. 2014

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